Fahrni, H.
Zwei weisse Bauern
gegen fuenf schwarze Bauern. Kann das gut gehen? Es kann! Weiss gewinnt! 1.fxg6
Ke6 Der Koenig ist zu diesem Zug gezwungen,
denn sonst kann er den Bauern nicht mehr aufhalten. 2.Kb4 Ein
Abwartezug, der Schwarz in Zugzwang bringt. b5 Schwarz
bleiben nur Bauernzuege. 3.Kb3 Ein
erneuter Tempozug. Die schwarzen Bauern werden nach vorne gelockt. a5
4.Ka3 a4
[4...b4+ hilft Schwarz leider auch nicht
mehr. 5.Ka4 c5
6.Kb3 und die schwarzen Bauern werden abkassiert.]
[4...c5 auf diesen Versuch hat Weiss ebenfalls
die passende Antwort parat. 5.Kb2! a4
6.Ka3! c4 7.Kb4 und
die Bauern sind verloren.]
5.Kb4 c5+ 6.Ka3! Nur
dieser Zug ist richtig. Er lockt die schwarzen Bauern und zerstoert dadurch ihre Dynamik.
[6.Kc3? Von diesem Zug sollte man lieber
Abstand nehmen. a3! 7.Kc2
c4 8.Kc3
(8.Kb1 c3 jetzt
kommt die Zickschere. 9.Kc2 a2 und
Weiss aergert sich, dass er nicht die richtige Variante gespielt hat.)
8...b4+ 9.Kxb4
a2 und Schwarz gewinnt.]
6...c4 7.Kb4 Und
nun wird einer nach dem anderen abgeholt. Ein sehr instruktives Beispiel fuer eine Zugzwangpartie, das
auch die Macht des Koenigs im Endspiel verdeutlicht.
1-0